Info

Daisuke Ishida

domizil20_poster_fa

20 years domizil.ch – electronic music concerts

Date: Sat, 10.12.2016

Venue: silent green Kulturquartier, Cupola
Gerichtstraße 35
13347 Berlin
www.silent-green.net

Doors: 16:30
Start: 17:15 *
Tickets (at the door): 15.-€

*we start early, so please come on time. Last concert will be 22:30.

A celebration of the Swiss computer music label domizil & friends – with electronic music concerts, diffusions and a new CD edition.

Line Up:

live:

Asmus Tietchens (DE)
Thomas Ankersmit (NL/DE)
Marcus Maeder (CH)
Bernd Schurer (CH/DE)
Daisuke Ishida (JP/DE)
Benjamin Flesser (DE)
Martin Neukom (CH)
Ralph Steinbrüchel (CH)
Darien Brito (EC/NL) – electroacoustic diffusion of the “Debris”-cycle

Installation: Devotionalie, Marcus Maeder, 1996/2016

About: domizil commenced in 1996 on the initiative of artists Marcus Maeder and Bernd Schurer in Zürich, Switzerland. domizil sees itself as a platform for coordination, presentation, production, interchange and cooperation, focusing on publishing and distributing the work of its network of artists – via record releases, events, installations and electronic music concerts. From its first release, domizil has been poised for an in-depth exploration of digital culture, its sounds,
methods and social context. The aesthetic focus lies on sonic art and all the many facets of this practice today – well beyond genre and definition.
www.domizil.ch

The Zürich event at Kunstraum Walcheturm will be announced shortly.

Presented to you by www.hyperlinear.net

Thank you for financial support: Stadt Zürich Kultur, Swiss Arts Concil Pro Helvetia.

Artist Bios: (sorry for the mismatch of english and german, will be corrected shortly)

Asmus Tietchens (DE)

Synthesizer experimentalist and musique concrète producer Asmus Tietchens began recording in the mid-‘60s and continued to record three decades after that. Born in 1947 and based in Hamburg, Tietchens listened to German radio as a child and heard pioneering electric transmissions by the likes of Stockhausen and Gottfried Michael Koenig. He began recording his own home experiments in 1965 with crude reverb devices and picked up a MiniMoog several years later. Also influenced by atonal Kraut-rockers like Cluster and Faust, Tietchens met Okko Bekker and began a partnership that lasted for decades (Bekker has produced most of Tietchens‘ work). After Tangerine Dream‘s Peter Baumann heard a tape of his work, he produced Tietchens‘ debut album Nachtstücke, released in 1980 on Sky Records. His four albums for Sky during the early 80s focused on surprisingly accessible electronic pop, though 1984‘s Formen Letzter Hausmusik (recorded for Nurse with Wound‘s United Dairies label) began a period of more abstract, concrète recordings that often use tape experiments as well as synthesizers. During the 90s, Tietchens recorded for experimental labels Barooni, Staalplaat and Syrenia, the latter a 1996 collaboration with Vidna Obmana. Since 1990, he has also taught sound at a Hamburg university.
http://www.tietchens.de/

Marcus Maeder (CH)

Marcus Maeder ist ein Schweizer Künstler und Komponist elektronischer Musik. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit liegen in der Klangkunst und der Computermusik. Als Autor schreibt Maeder zu verschiedenen Themen der medialen Künste und der künstlerischen Forschung. Am Institute for Computer Music and Sound Technology der Zürcher Hochschule der Künste und an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL forscht Maeder in Bereichen der Datensonifikation und der Bioakustik. Sein besonderes Interesse gilt dabei der künstlerischen Erfahrbarmachung von normalerweise nicht wahrnehmbaren Phänomenen in der Natur, besonders von Prozessen, die in Zusammenhang mit Umweltproblemen und dem Klimawandel stehen. Marcus Maeder erhielt Werk- und Kompositionsaufträge der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und des Förderprogramms sitemapping des Schweizerischen Bundesamtes für Kultur. Als Hörspielautor realisierte Maeder Produktionen für den Österreichischen Rundfunk und Schweizer Radio SRF 2 Kultur. Marcus Maeder gründete 1996 zusammen mit Bernd Schurer das Label domizil. Maeder studierte Freie Kunst in Luzern, Philosophie in Hagen und doktoriert zur Zeit in Umweltsystemwissenschaften an der ETH Zürich. Seine und Roman Zweifels Installation „trees: Pinus sylvestris“ wurde 2015 auf Einladung des Französischen Präsidenten François Hollande an der UNO-Klimakonferenz COP21 in Paris gezeigt.
http://www.marcusmaeder.net/

Ralph Steinbrüchel (CH)

Der Zürcher Musiker und Grafiker Ralph Steinbrüchel (*1969) arbeitet seit vielen Jahren, sowohl musikalisch als auch visuell an der Erschaffung von Texturen und Atmosphären durch stringente Reduktion. Das Aufeinaderschichten minimaler Variationen, deren Schichtungen immer wieder neue Strukturen und Formen ergeben, steht im Zentrum seines Schaffens. Sowohl in der Musik als auch in der visuellen Gestaltung arbeitet Steinbrüchel mit Gestaltungsrastern, minimaler Varianz und bewusstem «Weissraum» (Grafik) bzw. Stille (Musik.) Damit steht sein Werk, geprägt von Reduktion, in bester Tradition der Schweizer Grafik.
Mit zahlreichen Veröffentlichungen und Konzerten hat Steinbrüchel sich im Bereich der elektronischen Musik bereits international einen Namen gemacht. 2002 wurde sein Werk in New York vom Österreichischen Kulturamt mit dem Max Brand Preis für elektronische Musik ausgezeichnet. Er erhielt bisher zwei Kompositionsaufträge der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia. Steinbrüchel veröffentlicht seit 20 Jahren elektronische Musik auf diversen Labels wie zum Beispiel Domizil (CH), 12k (USA), LINE (USA), Room40 (AUS), NVO (A). Zudem wurden einige Kollaborationen mit Bernd Schurer, Frank Bretschneider, Cory Allen und Machinefabriek erarbeitet und veröffentlicht.
http://www.synchron.ch/

Thomas Ankersmit (NL/DE)

(*1979, Leiden, Netherlands) is a sound and installation artist based in Berlin and Amsterdam. Acoustic phenomena such as sound reflections, infrasonic vibration, otoacoustic emissions, and highly directional projections of sound have been an important part of his work since the early 2000’s. His work is also characterized by a deliberate misuse of the equipment, using feedback and disruptions to the signal, and the extremes of frequency and dynamics, to create visceral but finely detailed swarms of sound. Since 2006 his main instrument, both live and in the studio, has been the Serge analogue modular synthesizer.
http://thomasankersmit.net/

Daisuke Ishida (JP/DE)

Daisuke Ishida ist ein in Berlin basierter Künstler, der mit Klang und zeitgenössischen Medien arbeitet. Er interessiert sich für die Konsequenzen der künstlerischen Praxis und Theorie in Klang, Raum und Wahrnehmung. Seine multidisziplinären Untersuchungen umschließen Bereiche wie Akustik, Architektur, auditive Wahrnehmung, Computer-Musik und andere verwandte Fachgebiete. Seit dem Jahr 2012 lehrt er an der Universität der Künste Berlin beim UNI.K Studio für Klangkunst und Klangforschung und im Masterstudiengang Sound Studies. 2009 gründete er AUSREIHE, eine unabhängige Organisation, die sich auf experimentelle Elektronische / Computer-Musik spezialisiert hat. Zusammen mit Ken Furudate, Kazuhiro Jo und Mizuki Noguchi rief er 2002 The SINE WAVE ORCHESTRA ins Leben, dass im Jahr 2004 eine Honorary Mention in der Kategorie Digitale Musik des Prix Ars Electronica 2004 gewürdigt wurde und 2009 ein Stipendium der Stiftung Niedersachsen für Medienkunst am Edith-Ruß-Haus erhielt. Daisuke Ishida präsentierte seine künstlerischen Arbeiten bereits bei mehreren internationalen Institutionen und Museen, unter anderen bei Ars Electronica (Östereich), Arsenals of the Latvian National Museum of Art (Lettand), deaf – Dutch Electronic Art Festival (Niederlande), Edith-Ruß-Haus für Medienkunst (Deutschland), ICC – InterCommunication Center (Japan), Interferenze New Arts Festival (Italien), International Triennale of Contemporary Art Yokohama (Japan), ISEA – Inter-Society for the Electronic Arts (USA), MART – Museum of Art, Rovereto and Trento (Italien), MOT – Museum of Contemporary Art Tokyo (Japan), Singuhr Hoergalerie (Deutschland), SMT – Sendai Mediatheque (Japan), Steim (Niederlande), sowie Transmediale (Deutschland) und YCAM – Yamaguchi Center for Arts and Media (Japan).
http://isddsk.com/

Martin Neukom (CH)

Studien 21
Konzert für dreidimensionale Klangprojektion (Ambisonics)

Martin Neukom studierte Musikwissenschaft, Mathematik und Psychologie an der Universität Zürich und Musiktheorie an der Musikhochschule Zürich. Er ist Dozent für Musiktheorie, Mathematik und Musikinformatik am Departement Musik und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Computer Music and Sound Technology ICST der Zürcher Hochschule der Künste.
http://www.domizil.ch/neukom.html

Bernd Schurer (CH/DE)

Bernd Schurer, geboren 1970 in Zürich, ist Klangkünstler und Komponist Elektronischer / Elektroakustischer Musik. In der Schweiz studierte er Philosophie und Filmwissenschaften, Bildende Kunst und Komposition. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Der Kern seiner Werke umfasst die Thematisierung von Wahrnehmungsaspekten des Hörens mit erweiterten Methoden zur Komposition von wahrnehmungsspezifischen Eigenheiten im Klang und deren Spatialisierung. Mittels Techniken digitaler Klangsynthese, der Psychoakustik und der Erkundung der Zahl als gemeinsamem Objekt von Musik und Mathematik entwickelt Schurer dramatische “Sound Pieces”. Seine Arbeiten bestehen aus zahlreichen Kompositionen Elektronischer Musik, Audiopublikationen, Werkaufträge für Ensembles, internationale Konzert- und Ausstellungstätigkeit, Installationen und kuratorische Tätigkeit, sowie preisgekrönte Kompositionen und Klanggestaltungen für Filme. Durch Interventionen und
Zusammenarbeiten mit dem Schweizer Medienkünstler Yves Netzhammer wurde Schurer auch bekannt im Bereich der Bildenden Kunst – diese Kollaborationen führten u.a. zu Präsentationen an der Biennale von Venedig 2007 oder der documenta 12 in Kassel (Karlskirche). Er ist Gründungsmitglied des Schweizer Klangkunst-Labels domizil.
http://heterophenomenological.net/
http://hyperlinear.net/

Benjamin Flesser (DE)

Benjamin Flesser is a media artist and composer. He works with modular synthesizers and manipulated or self built electronics. In one of his earlier performances „Verlust von Aufnahmefähigkeit“, he used a amplified diamond saw to cut a running microphone in half. He lives and works in Berlin.
https://benjaminflesser.bandcamp.com/
http://hyperlinear.net/

Darien Brito (EC/NL)

Debris[0], Debris[1], Debris [2] – 4.1 electro-acoustic diffusion (Operator: Bernd Schurer)

Darien Brito is a composer/performer from Ecuador currently based in The Hauge, The Netherlands, working with audiovisual elements through technology. The main concerns in his work are segmented musical forms, micro-sound, generative algorithmic structures and sound design by itself. The visuals aspects in his pieces are an extension or counterpart to this concerns. He holds an MA in Sonology, Institute of Sonology-Royal Conservatory of The Hague and works as a Research Associate, Institute of Sonology-Royal Conservatory of The Hague, The Netherlands.
http://darienbrito.com/

Installation:

Devotionalie

Marcus Maeder, 1996/2016
Sockel, Kassettengerät, Kassette

Devotionalien sind Gegenstände, die der Andacht (lateinisch devotio ‚Hingabe‘, ‚Ehrfurcht‘) und der Förderung der Frömmigkeit dienen sollen. Maeders Installation „Devotionalie“ ist eine Neuinterpretation der urprünglichen Version von 1996, die anlässlich der Ausstellung „Kiss the future“ im Kunstmuseum Luzern ausgestellt wurde. Auf einem goldenen Sockel steht ein Kassettengerät aus den 1970er-Jahren. In dieses eingelegt ist eine Kassette mit elektronischer Musik, die sich mit einem danebenliegenden Kopfhörer hören lässt. Neben dem Gerät liegt weiter die Kassettenhülle, mit einem Bild aus der Agglomeration Zürichs auf seiner Frontseite. Auf der Kassette steht nichts weiter als „domicile edition.“ Während die ursprüngliche Version aus einer auf den Boden aufgemalten runden Fläche bestand, hebt der Sockel nun symbolisch die restlichen Installationkomponenten um 20 Einheiten.